Freiburg ist bekannt für seine öffentlichen Plätze, die allen Menschen als Lebensorte und Treffpunkte dienen. Diese waren ein Zeichen für den Freiburger Lebensstil.
Leider hat sich Freiburg über die letzten Jahre stark verändert. Das Dreisamufer ist bebaut, im Bermudadreieck gibt es das Alkoholverbot, auf dem Augustinerplatz herrschen neue Regelungen und die Sternwaldwiese ist umgebaut und mit neuen Restriktionen versehen usw.
Diese Einzelmaßnahmen, hinter denen kein Gesamtkonzept steht, haben die Wirkung, dass die Plätze unserer Stadt keine offenen Treffpunkte mehr sind. Zwar hat niemand die Absicht, jüngere und nicht-zahlungskräftige Menschen aus der Innenstadt zu vertreiben, aber genau das geschieht dadurch. Wer in Freiburg nach 23 Uhr Gesellschaft sucht, muss in einer Gastwirtschaft sitzen. Wer sich das nicht leisten kann, soll nach Hause gehen.
In vielen anderen Städten lässt sich zudem beobachten, dass eine unbelebte Innenstadt nicht nur unattraktiver, sondern auch unsicherer wird.
Wir brauchen daher für Freiburg ein Gesamtkonzept, das die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt und das besondere Flair unserer Stadt erhält.
Karl-Ernst Friederich sagte,
11. Juni 2009 @ 12:47
Ich frage mich, weshalb Geselligkeit nur nach 23 Uhr, mit viel Lärm und unter Hinterlassen von Müll stattfinden kann. Das ist doch das Problem!
Gerade wenn wir eine „offene Stadt“ wollen, müssen wir auch auf Anlieger Rücksicht zu nehmen, anders funktioniert das nicht.
Der Umbau der Sternwaldwiese wurde auf einer öffentlichen Veranstaltung (Bürgergespräch) angeregt, weder Fußballer noch Griller waren anwesend, was ich ausdrücklich bedauert habe. Sich nicht einbringen und hinterher jammern finde ich nicht gut.
Karl-Ernst Friederich
Vorsitzender des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee