Archiv für Bürgerrechte

Für eine offene Stadt mit offenen Plätzen, auch nach 23 Uhr

Freiburg ist bekannt für seine öffentlichen Plätze, die allen Menschen als Lebensorte und Treffpunkte dienen. Diese waren ein Zeichen für den Freiburger Lebensstil.

Leider hat sich Freiburg über die letzten Jahre stark verändert. Das Dreisamufer ist bebaut, im Bermudadreieck gibt es das Alkoholverbot, auf dem Augustinerplatz herrschen neue Regelungen und die Sternwaldwiese ist umgebaut und mit neuen Restriktionen versehen usw.

Diese Einzelmaßnahmen, hinter denen kein Gesamtkonzept steht, haben die Wirkung, dass die Plätze unserer Stadt keine offenen Treffpunkte mehr sind. Zwar hat niemand die Absicht, jüngere und nicht-zahlungskräftige Menschen aus der Innenstadt zu vertreiben, aber genau das geschieht dadurch. Wer in Freiburg nach 23 Uhr Gesellschaft sucht, muss in einer Gastwirtschaft sitzen. Wer sich das nicht leisten kann, soll nach Hause gehen.

In vielen anderen Städten lässt sich zudem beobachten, dass eine unbelebte Innenstadt nicht nur unattraktiver, sondern auch unsicherer wird.

Wir brauchen daher für Freiburg ein Gesamtkonzept, das die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt und das besondere Flair unserer Stadt erhält.

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Rechtsextremismus in Freiburg

h i e r : Rechtsextremismus in Freiburg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Freiburg gab es in der letzten Woche eine öffentliche Debatte bezogen auf Aktivitäten aus dem gewalttätigen rechtsextremistischen Milieu. Wir haben in der Vergangenheit mehrmals durch offizielle Anfragen wie auch in Vier-Augen-Gesprächen versucht herauszufinden, wie die Stadt in Bezug auf rechtsextremistische Aktivitäten in unserer Stadt vorgeht.

Stets wurde geantwortet, dass diese nicht vorhanden seien. In der Tat ist die Aktivität im Vergleich zu anderen Städten gering, aber sie komplett zu leugnen ist auch falsch.

Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative „Freiburg bleibt eine tolerante Stadt“ und danken allen UnterzeichnerInnen.

Freiburg ist im Vergleich mit anderen Städten eine offene Stadt und das ist großenteils damit verknüpft, dass in Freiburg keine rechtsradikalen Strukturen existieren. Dieses muss und wird auch so bleiben.

Wir machen uns aber Sorgen, weil es scheint, dass gerade von rechtsradikaler Seite versucht wird, einen „Fuß in die Freiburger Tür zu bekommen“. Besonders besorgniserregend ist, dass die Gewalt, die von diesem Bereich ausgeht, sehr unberechenbar ist. Menschen werden nicht nur wegen ihres ethnischen Hintergrundes, ihrer Glaubensausrichtungen, ihres Lebensstils usw. angegriffen, sondern diese Angriffe geschehen häufig willkürlich. Falls es zu einem Versuch kommt seitens der rechtsextremistischen Gruppen häufiger in Freiburg aufzutreten, wird es einen erheblichen Verlust an Lebensqualität in Freiburg geben. Daher stellen wir die folgende Fragen:

  1. Sind nach Einschätzung der Stadtverwaltung die neuen Aktivitäten als einmaliges Ereignis zu beurteilen?

  2. Gibt es Hinweise, dass versucht wird in Freiburg eine rechtsradikale Struktur aufzubauen?

  3. Gab es schon Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung, Polizei und Kriminalpolizei zu diesem Thema?

  4. Gibt es anlässlich der Präsenz Rechtsextremer aus dem Umland in der Freiburger Innenstadt eine Kooperation mit den Freiburger Umlandgemeinden?

  5. Welches Konzept hat die Stadtverwaltung zum Umgang mit Gruppen, die rechtsradikalem Gedankengut nahe stehen, wie z.B. die kürzlich in Freiburg aufgetretene Pius-Bruderschaft?

  6. Ist als Konsequenz aus den Aktivitäten der RechtsextremistInnen eine verstärkte Unterstützung alternativer Zentren und Jugendkultur in Freiburg geplant?

Mit freundlichen Grüßen

Coinneach McCabe

Monika Stein

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Stadt muss eine gerechtere Wohnpolitik betreiben

Polizei räumt Haus in der Kirchstraße 16

Hausbesetzung als eine Konsequenz unsozialer Politik

Stadt muss eine gerechtere Wohnpolitik betreiben

Heute früh hat die Polizei das Haus in der Kirchstraße – die „Freie
Antonia“ – geräumt. Nachdem der Eigentümer des Hauses Strafanzeige gestellt
hatte, räumte die Polizei mit über 300 PolizistInnen das Haus.
„Dass die Polizei so übertrieben handelt, zeigt, dass sie jegliches Augenmaß
verloren hat“, sagt Coinneach McCabe, der zwei Platzverweise von der
Polizei erhielt. „Es muss eine besser Kontrolle der Polizei geben, damit solch
willkürliche und unangemessene Maßnahmen nicht überhand nehmen.“

Das Haus in der Kirchstraße war seit letzten Freitag besetzt. Das Ziel
der BesetzerInnen war es, Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige
Wohnsituation in Freiburg zu lenken. „Es verwundert nicht, dass es angesichts
der allgemeinen Wohnsituation in Freiburg wieder zu Hausbesetzungen kommt“,
erläutert Stein.

Freiburg hat im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen der EinwohnerInnen mit
die höchsten Mietpreise in Deutschland. „Die Stadt ist nicht nur untätig,
sondern treibt die Mietpreise noch in die Höhe. Das zeigen zahlreiche Klagen
von BewohnerInnen von Stadtbauwohnungen und nicht zuletzt auch diese
Hausbesetzung“ sagt McCabe. Die GemeinderätInnen der Grünen Alternative
Freiburg fordern die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf, die
Wohnsituation endlich erst zu nehmen und einen Wandel in der Wohnpolitik der
Stadt einzuleiten.

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Wir wollen endlich echte Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung ist das Erfolgskonzept der Vauban

Beteiligung in Vauban sollte als Modell für die gesamte Stadt stehen

Der Stadtteil Vauban ist zu einem Symbol für eine gelungene Stadtentwicklung geworden. Dieses Stadtteil ist jetzt weltbekannt, wegen des umweltbewussten Lebensstils. Fast nirgendwo auf der Welt gibt es einen lebendigeren Stadtteil mit minimalem Flächen- und Energieverbrauch.
Und von Anfang an war die Bürgerbeteiligung ein fester Bestandteil des Konzeptes der Vauban.

Nachdem das französische Militär dieses Gelände verlassen hatte, haben es sich verschiedene Bevölkerungsgruppen zu eigen gemacht. Von den damaligen Wagenburgen bis hin zum gegenwärtigen Stadtteil.
„Es sind die Menschen, die dieses Stadtteil gestaltet haben. Es wurde nicht von oben vorgegeben, sondern hart erkämpft. Dieses Konzept hat sich als erfolgreich bewiesen und das zu ändern, wäre ein Fehler“, sagt McCabe

Der Vorschlag, hier einen „Green Business Center“ zu errichten, entspricht nicht dem Konzept grüner Politik, in der Bürgerbeteiligung ein hohes Gut ist.
„Die erste und wichtigste Regel hierbei ist die Bürgerbeteiligung. Ohne die Akzeptanz der Bevölkerung ist es nicht möglich, Umweltprojekte umzusetzen“, bemerkt Stein

Vauban hat in diesem Bereich eine Vorreiterrolle und diese hat sich als Erfolg herausgestellt.
„Wir sollten daher nicht den Entscheidungsprozess im Vauban weniger demokratisch gestalten. Im Gegenteil, wir sollten den Erfolg anerkennen und versuchen, ähnliche Projekte in anderen Stadtteilen zu fördern“, führt McCabe aus.

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Panikmache der Polizei lief ins Leere

Wie erwartet keine Gewalttaten von Seiten der Demonstration

Fehlinformationen der Polizei im Vorfeld führen zu Angst bei der Bevölkerung, Kriegsstimmung und Verbarrikadierung vieler innenstädtischer Geschäfte

Anlass der Demonstration vom Montag war der am kommenden Wochenende stattfindende Natogipfel in Strasbourg und Kehl. Die StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg meinen: „Der 60.Geburtstag dieses Bündnisses, von dem etliche Kriege ausgegangen sind, ist für uns kein Grund für Feiern. In Freiburg leben immer noch viele Flüchtlinge, die aufgrund eines völkerrechtswidrigen Einsatzes der NATO aus ihrer Heimat hierher kommen mussten – und die immer noch in vielen Bereichen des täglichen Lebens diskriminiert werden – wie zum Beispiel der sozialen Anerkennung, genügender Unterstützung ihrer Familien bei Bedarf oder dem Zugang zum Arbeits- oder Wohnungsmarkt.
Trotz der aufgeregten Informationspolitik der Polizei im Vorfeld der Demonstration vom 30. März 2009 und massivster Polizeipräsenz, Kontrollen, Einschränkungen und Abschottung vor Blicken der BürgerInnen und BeobachterInnen verlief die Demonstration vom Montag friedlich.
Stadtrat McCabe: „Es ist uns unverständlich, warum der Polizeipräsident Amann seit Jahren versucht Demonstrationen aus dem linken Umfeld im Vorhinein zu kriminalisieren – und warum der notwendige Protest dagegen in weiten Teilen des politischen Freiburg ausbleibt. Auch das Amt für öffentliche Ordnung kommt in diesen Fällen mit unsinnigsten einschränkenden Auflagen durch, ohne dass der Gemeinderat seine Kontrollfunktion wahrnimmt.“
Die künstlich von interessierten Kreisen herbeigeführte Drohkulisse einer fast schon kriegerischen Situation in Freiburg hat zum Glück nicht zu den offensichtlich erhofften Gewaltausbrüchen geführt.
Stadträtin Stein: „Es ist der enormen Präsenz vieler FreiburgerInnen und der Besonnenheit der DemonstrantInnen zu verdanken, dass die so künstlich und absichtlich aufgeputschte Stimmung nicht kippen konnte.“
Die StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg rufen die Polizeiführung und Stadtverwaltung auf wieder das verfassungsgemäße Recht auf Demonstrationen zu schützen statt diese zu verhindern und zu kriminalisieren.

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NATO

nutzliche links zum NATO Gipfel sind;

Freiburger Aktionsbündnis 30.03. – Anti-NATO-Plenum Freiburg
http://3003.blogsport.de/

indymedia linksunten
http://linksunten.indymedia.org

Convergence Center Freiburg
http://www.kts-freiburg.org/spip/spip.php?article893

Blocknato
http://www.block-nato.org

Résistance des deux rives
http://natogipfel2009.blogsport.de

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Wir unterstützen die Meinungsfreiheit gegen die NATO Feier

Wir begrüßen die Initiative eines Teils der Bündnis90/Die Grünen- Fraktion

CDU mangelt es an Demokratieverständnis

Für den 30.03.2009 wird in Freiburg zu einer Demonstration gegen die NATO Feier, die im südbadischen Raum stattfindet, aufgerufen. “Unser Hauptanliegen ist, dass die Meinungsfreiheit gewährleistet ist und dass es möglich ist, ohne unnötige Gefährdung durch die Polizei oder im Vorfeld versuchte Kriminalisierung zu demonstrieren ”, sagt Stadträtin Stein.

Die GAF hat sich erstmals im Januar mit ihrem Brief an den Oberbürgermeister zu diesem Thema zu Wort gemeldet. “Damals war bereits deutlich, dass versucht wird, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Als GemeinderätInnen ist unser erster Ansprechpartner der Oberbürgermeister, weil das Amt für öffentliche Ordnung hierbei eine große Rolle spielt.” Im Dezember hatte das Amt für öffentliche Ordnung versucht, per Allgemeinverfügung eine Demonstration und damit die freie Meinungäußerung zu verbieten.

„Wir begrüßen auch, dass ein Großteil der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen jetzt eingesehen hat, dass dieses ein Thema ist.“ Die beiden StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg sagen: “Wir begrüßen ausdrücklich die Unterstützung von unseren KollegInnen der bündnisgrünen Gemeinderatsfraktion gegenüber dem Leitenden Polizeidirektor Amann.” Und weiter: “diese Kritik ist sehr notwendig, aber unsere eigenen städtischen Behörden spielen hier auch eine erhebliche Rolle und müssen sich Kritik anhören. Das heißt, auch OB Salomon”

Bedauerlicherweise hat die CDU Stadtratsfraktion noch nicht eingesehen, dass diese Vorgehensweise gegen Andersdenkende nicht rein rechtlich, sondern politisch motiviert ist. “Dass freie Meinungsäußerung und Bürgerrechte insgesamt ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens ist, erscheint der CDU fern zu liegen, wir wünschen uns von der CDU ein höheres Demokratieverständnis”, so Stadtrat McCabe.

Am 30.03.2009 wird es hier in Freiburg einen großen Protest gegen die NATO und ihre Kriegspolitik geben. Wir wünschen uns, dass diese Meinung laut und deutlich in die Öffentlichkeit getragen wird und nicht staatlicher Repression zum Opfer fällt.

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Nächste Instanz soll Polizei vollständig verurteilen

Stadträtin Monika Stein wird gegen den Teil des Urteils, das ihre
Festnahme zur Personalienfest­stellung in der Nacht des 1. Mai des
vergangenen Jahres für rechtmäßig erklärte, weiter vorge­hen.

Das Verwaltungsgericht Freiburg hatte in seinem am 23. Februar 2009
veröffentlichten Urteil zwar eindeutig festgestellt, dass die Polizei
rechtswidrig handelte, als sie Monika Stein nach der Festnahme auch noch
erkennungsdienstlich behandelte und durchsuchte, die vorangehende
Festnahme zur Personalienfeststellung jedoch für zulässig erachtet.

Dagegen will sich Monika Stein nun mit einer Berufung zum
Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zur Wehr setzen. „Ich möchte
ein für allemal klären, dass die Polizei nicht ohne konkreten Anlass
Unverdächtige festnehmen darf“, so die Stadträtin.

Das Verwaltungsgericht hat in seiner Urteilsbegründung selbst wenig
konkrete Gründe für die Maßnahme gegen Frau Stein genannt, die die
Polizei ihren eigenen Aussagen zufolge niemals im Verdacht hatte,
Straftaten begangen zu haben. „Der Verweis darauf, dass Frau Stein auf
einem Straßenfest eine Bierflasche in der Hand trug, und zu einem
anderen Zeitpunkt von ande­ren Personen Bierflaschen geworfen worden
seien, offenbart die Begründungsnot des Gerichts“, kommentiert
Rechtsanwältin Anna Luczak, die Monika Stein vor Gericht vertrat, das
Urteil. Wel­ches Verhalten (polizei-)rechtlich als Gefahr einzustufen
ist, ist jedoch anhand objektiver Kriterien zu ermitteln und nicht auf
Grund der besonderen Empfindlichkeit der handelnden Polizeibeamten.

Die Hoffnung und gleichzeitig wichtigstes Anliegen der Klägerin ist,
dass der Verwaltungsgerichts­hof Baden-Württemberg – anders als das
Verwaltungsgericht Freiburg – den hohen Wert, den die Verfassung dem
Freiheitsrecht einräumt, gegen vage Sicherheitsbedürfnisse verteidigt.

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Augustinerplatz: Toleranz und Kommunikation

Die Art der Nutzung von unseren öffentlichen Plätzen und Straßen hat in den letzten Jahren immer mehr an politischer Bedeutung gewonnen. Das ist vermutlich deshalb der Fall, weil die Spannungen in diesem Bereich zunehmen.
Die weitere Kommerzialisierung von Gebieten, wie zum Beispiel des Dreisamufers, des Kartoffelmarktes oder des Rathausplatzes, bedeutet, dass die öffentlichen Plätze, auf denen man sich – nicht zweckgebunden – aufhalten kann, knapper werden.
Wir alle wissen, dass die Situation beim Augustinerplatz für die AnwohnerInnen eine sogenannte Altlast und keine neue Situation ist. Es ist aber hier zu begrüßen, dass versucht wird, die Situation über „Toleranz und Kommunikation“ zu lösen und nicht über eine einseitige Verbotsstrategie.
Die Einbindung von AnwohnerInnen und einer bestimmten Auswahl von einigen NutzerInnen des Platzes ist ein gutes Beispiel für das Bestreben der Zusammenarbeit mit den BürgernInnen, um die Interessenskonflikte zu lösen.
Es ist ausdrücklich unser Wunsch, wie auch von der Verwaltung dargestellt wurde, dass diese Situation durch Kommunikation und gegenseitigem Respekt gelöst wird.

Das Konzept beinhaltet allerdings noch viele Lücken, und diese Lücken rufen bei uns eine gewisse Skepsis hervor.
Es ist auch zu sehen, dass in Internet-Chatrooms und Kommentaren diese Skepsis von einem großen Teil der NutzerInnen des Platzes geteilt wird.

So bleibt zum Beispiel unklar, wie die Infoteams agieren sollen und wie diese eigentlich von dem Sozial- und Jugendamt unterstützt werden. Es bleibt ebenso unklar, wie die Licht-Signale funktionieren sollen und was geschehen soll, falls auf diese nicht wie erhofft reagiert wird.
Ein anderes Problem besteht darin, dass, obwohl der hier vorgeschlagene Eingriff ein sogenannter „sanfter“ Eingriff ist, die erarbeiteten Maßnahmen trotzdem einen Eingriff darstellen. Es stellt sich damit die Frage, welche Auswirkungen so ein Eingriff hat, besonders da die bereits erwähnte allgemeine Situation in Bezug auf Freiburgs öffentliche Plätze angespannt ist.
So muss man sich die Frage stellen, ob es zu einem Ausweichen auf andere Plätze kommen wird, z.B. auf die Sternwaldwiese, so dass es zu einer „Problemverlagerung“ kommt.

Wir haben vorgeschlagen, dass dieses Thema auch im Sozialausschuss behandelt werden sollte. Dieser Vorschlag wurde von der Verwaltung abgelehnt, mit der Begründung, dass es sich hier nicht um Randgruppen oder Sozialbenachteiligte handelt. Mit dieser Begründung könnten wir allerdings den gesamten Bereich der präventiven Sozialarbeit als auch die Gemeinwesenarbeit aus dem Sozialen Bereich ziehen.
Es gibt Kompetenzen innerhalb des Sozialausschusses, die nach wie vor Gehör finden sollten.
Besonders in anbetracht der in letzter Zeit dort geführten Diskussionen über Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehen wir den Sozialausschuss als in diesen Fragen kompetent an.

Wir wünschen diesem Konzept, trotz unserer Skepsis, viel Glück und bedanken uns bei der Verwaltung für die Arbeit, insbesondere bei Herrn Riege. Wir wünschen uns, dass wir hier eine Lösung im Sinne von „Kommunikation und Toleranz“ finden werden, gleichzeitig fordern wir aber dazu auf, die Kompetenzen zu nutzen, die wir haben, und nicht aus ideologischen Gründen den Sachverstand, der uns zur Verfügung steht, nicht zu nutzen.

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NATO-Gipfel und Meinungsfreiheit in Freiburg

Die Grüne Alternative Freiburg nimmt Stellung zur Antwort von der Stadt Freiburg bezüglich des Nato-Gipfels. Die Stadt Freiburg ist durch das Amt für Öffentlich Ordnung zuständig für alle Arten von Demonstrationen oder sonstige Meinungsäußerungen im Stadtgebiet.

„Unsere Vorstellung von einer demokratischen Gesellschaft ist, dass es möglich sein sollte, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten, ohne Einschränkungen oder Behinderungen“, stellt McCabe fest.

Viele FreiburgerInnen haben eine kritische Meinung gegenüber der NATO und sehen die Möglichkeit, dass diese ihr 60-jähriges Bestehen direkt vor unserer Haustür feiert als eine Gelegenheit, ihre Ablehnung zu zeigen. Deswegen ist eine Demonstration für den 30. März um 18:00 Uhr am Bertoldsbrunnen angekündigt.

„Wir machen uns erhebliche Sorgen um die Bürgerrechte in Freiburg und der Rolle, die hierbei unser Amt für Öffentliche Ordnung spielt“, bemerkt Stein. Im Dezember hatte das Amt für Öffentliche Ordnung ein Demonstrationsverbot für die Innenstadt erteilt. In der Begründung fanden sich zum wiederholten Male Argumente (z.B Scheibenbrüche bei der VAG), die schon bei früheren Anfragen als Unwahrheiten aufgeklärt worden waren. Die Antwort vom Ersten Bürgermeister Neideck bezüglich der angekündigten Demonstration lautet;

„Die Polizeidirektion Freiburg wird sich personell auf diese Aktion einstellen und hat bereits vor geraumer Zeit ein Signal in die Szene abgesetzt, um eine Kontaktperson zu bekommen. Bis heute ist noch keine Reaktion dazu erfolgt.“

Signale, die die Polizei in diese Richtung geschickt hatte, sind mehrere Ermittlungsverfahren, auch gegen die damaligen Kontaktpersonen. Es ist daher nicht unverständlich, dass die Reaktionen aus „der Szene“ ablehnende sind.

„Wir haben beobachtet, dass in Freiburg zunehmend die Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung eingeschränkt werden. Wir würden es begrüßen, wenn es eine offene Haltung gegenüber Demonstrationen gäbe. Hierbei spielt das Amt für Öffentlich Ordnung eine erhebliche Rolle“, konstatiert McCabe.

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