Archiv für Demonstrationen

Rechtsextremismus in Freiburg

h i e r : Rechtsextremismus in Freiburg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Freiburg gab es in der letzten Woche eine öffentliche Debatte bezogen auf Aktivitäten aus dem gewalttätigen rechtsextremistischen Milieu. Wir haben in der Vergangenheit mehrmals durch offizielle Anfragen wie auch in Vier-Augen-Gesprächen versucht herauszufinden, wie die Stadt in Bezug auf rechtsextremistische Aktivitäten in unserer Stadt vorgeht.

Stets wurde geantwortet, dass diese nicht vorhanden seien. In der Tat ist die Aktivität im Vergleich zu anderen Städten gering, aber sie komplett zu leugnen ist auch falsch.

Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative „Freiburg bleibt eine tolerante Stadt“ und danken allen UnterzeichnerInnen.

Freiburg ist im Vergleich mit anderen Städten eine offene Stadt und das ist großenteils damit verknüpft, dass in Freiburg keine rechtsradikalen Strukturen existieren. Dieses muss und wird auch so bleiben.

Wir machen uns aber Sorgen, weil es scheint, dass gerade von rechtsradikaler Seite versucht wird, einen „Fuß in die Freiburger Tür zu bekommen“. Besonders besorgniserregend ist, dass die Gewalt, die von diesem Bereich ausgeht, sehr unberechenbar ist. Menschen werden nicht nur wegen ihres ethnischen Hintergrundes, ihrer Glaubensausrichtungen, ihres Lebensstils usw. angegriffen, sondern diese Angriffe geschehen häufig willkürlich. Falls es zu einem Versuch kommt seitens der rechtsextremistischen Gruppen häufiger in Freiburg aufzutreten, wird es einen erheblichen Verlust an Lebensqualität in Freiburg geben. Daher stellen wir die folgende Fragen:

  1. Sind nach Einschätzung der Stadtverwaltung die neuen Aktivitäten als einmaliges Ereignis zu beurteilen?

  2. Gibt es Hinweise, dass versucht wird in Freiburg eine rechtsradikale Struktur aufzubauen?

  3. Gab es schon Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung, Polizei und Kriminalpolizei zu diesem Thema?

  4. Gibt es anlässlich der Präsenz Rechtsextremer aus dem Umland in der Freiburger Innenstadt eine Kooperation mit den Freiburger Umlandgemeinden?

  5. Welches Konzept hat die Stadtverwaltung zum Umgang mit Gruppen, die rechtsradikalem Gedankengut nahe stehen, wie z.B. die kürzlich in Freiburg aufgetretene Pius-Bruderschaft?

  6. Ist als Konsequenz aus den Aktivitäten der RechtsextremistInnen eine verstärkte Unterstützung alternativer Zentren und Jugendkultur in Freiburg geplant?

Mit freundlichen Grüßen

Coinneach McCabe

Monika Stein

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Stadt muss eine gerechtere Wohnpolitik betreiben

Polizei räumt Haus in der Kirchstraße 16

Hausbesetzung als eine Konsequenz unsozialer Politik

Stadt muss eine gerechtere Wohnpolitik betreiben

Heute früh hat die Polizei das Haus in der Kirchstraße – die „Freie
Antonia“ – geräumt. Nachdem der Eigentümer des Hauses Strafanzeige gestellt
hatte, räumte die Polizei mit über 300 PolizistInnen das Haus.
„Dass die Polizei so übertrieben handelt, zeigt, dass sie jegliches Augenmaß
verloren hat“, sagt Coinneach McCabe, der zwei Platzverweise von der
Polizei erhielt. „Es muss eine besser Kontrolle der Polizei geben, damit solch
willkürliche und unangemessene Maßnahmen nicht überhand nehmen.“

Das Haus in der Kirchstraße war seit letzten Freitag besetzt. Das Ziel
der BesetzerInnen war es, Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige
Wohnsituation in Freiburg zu lenken. „Es verwundert nicht, dass es angesichts
der allgemeinen Wohnsituation in Freiburg wieder zu Hausbesetzungen kommt“,
erläutert Stein.

Freiburg hat im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen der EinwohnerInnen mit
die höchsten Mietpreise in Deutschland. „Die Stadt ist nicht nur untätig,
sondern treibt die Mietpreise noch in die Höhe. Das zeigen zahlreiche Klagen
von BewohnerInnen von Stadtbauwohnungen und nicht zuletzt auch diese
Hausbesetzung“ sagt McCabe. Die GemeinderätInnen der Grünen Alternative
Freiburg fordern die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf, die
Wohnsituation endlich erst zu nehmen und einen Wandel in der Wohnpolitik der
Stadt einzuleiten.

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Panikmache der Polizei lief ins Leere

Wie erwartet keine Gewalttaten von Seiten der Demonstration

Fehlinformationen der Polizei im Vorfeld führen zu Angst bei der Bevölkerung, Kriegsstimmung und Verbarrikadierung vieler innenstädtischer Geschäfte

Anlass der Demonstration vom Montag war der am kommenden Wochenende stattfindende Natogipfel in Strasbourg und Kehl. Die StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg meinen: „Der 60.Geburtstag dieses Bündnisses, von dem etliche Kriege ausgegangen sind, ist für uns kein Grund für Feiern. In Freiburg leben immer noch viele Flüchtlinge, die aufgrund eines völkerrechtswidrigen Einsatzes der NATO aus ihrer Heimat hierher kommen mussten – und die immer noch in vielen Bereichen des täglichen Lebens diskriminiert werden – wie zum Beispiel der sozialen Anerkennung, genügender Unterstützung ihrer Familien bei Bedarf oder dem Zugang zum Arbeits- oder Wohnungsmarkt.
Trotz der aufgeregten Informationspolitik der Polizei im Vorfeld der Demonstration vom 30. März 2009 und massivster Polizeipräsenz, Kontrollen, Einschränkungen und Abschottung vor Blicken der BürgerInnen und BeobachterInnen verlief die Demonstration vom Montag friedlich.
Stadtrat McCabe: „Es ist uns unverständlich, warum der Polizeipräsident Amann seit Jahren versucht Demonstrationen aus dem linken Umfeld im Vorhinein zu kriminalisieren – und warum der notwendige Protest dagegen in weiten Teilen des politischen Freiburg ausbleibt. Auch das Amt für öffentliche Ordnung kommt in diesen Fällen mit unsinnigsten einschränkenden Auflagen durch, ohne dass der Gemeinderat seine Kontrollfunktion wahrnimmt.“
Die künstlich von interessierten Kreisen herbeigeführte Drohkulisse einer fast schon kriegerischen Situation in Freiburg hat zum Glück nicht zu den offensichtlich erhofften Gewaltausbrüchen geführt.
Stadträtin Stein: „Es ist der enormen Präsenz vieler FreiburgerInnen und der Besonnenheit der DemonstrantInnen zu verdanken, dass die so künstlich und absichtlich aufgeputschte Stimmung nicht kippen konnte.“
Die StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg rufen die Polizeiführung und Stadtverwaltung auf wieder das verfassungsgemäße Recht auf Demonstrationen zu schützen statt diese zu verhindern und zu kriminalisieren.

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NATO

nutzliche links zum NATO Gipfel sind;

Freiburger Aktionsbündnis 30.03. – Anti-NATO-Plenum Freiburg
http://3003.blogsport.de/

indymedia linksunten
http://linksunten.indymedia.org

Convergence Center Freiburg
http://www.kts-freiburg.org/spip/spip.php?article893

Blocknato
http://www.block-nato.org

Résistance des deux rives
http://natogipfel2009.blogsport.de

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Wir unterstützen die Meinungsfreiheit gegen die NATO Feier

Wir begrüßen die Initiative eines Teils der Bündnis90/Die Grünen- Fraktion

CDU mangelt es an Demokratieverständnis

Für den 30.03.2009 wird in Freiburg zu einer Demonstration gegen die NATO Feier, die im südbadischen Raum stattfindet, aufgerufen. “Unser Hauptanliegen ist, dass die Meinungsfreiheit gewährleistet ist und dass es möglich ist, ohne unnötige Gefährdung durch die Polizei oder im Vorfeld versuchte Kriminalisierung zu demonstrieren ”, sagt Stadträtin Stein.

Die GAF hat sich erstmals im Januar mit ihrem Brief an den Oberbürgermeister zu diesem Thema zu Wort gemeldet. “Damals war bereits deutlich, dass versucht wird, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Als GemeinderätInnen ist unser erster Ansprechpartner der Oberbürgermeister, weil das Amt für öffentliche Ordnung hierbei eine große Rolle spielt.” Im Dezember hatte das Amt für öffentliche Ordnung versucht, per Allgemeinverfügung eine Demonstration und damit die freie Meinungäußerung zu verbieten.

„Wir begrüßen auch, dass ein Großteil der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen jetzt eingesehen hat, dass dieses ein Thema ist.“ Die beiden StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg sagen: “Wir begrüßen ausdrücklich die Unterstützung von unseren KollegInnen der bündnisgrünen Gemeinderatsfraktion gegenüber dem Leitenden Polizeidirektor Amann.” Und weiter: “diese Kritik ist sehr notwendig, aber unsere eigenen städtischen Behörden spielen hier auch eine erhebliche Rolle und müssen sich Kritik anhören. Das heißt, auch OB Salomon”

Bedauerlicherweise hat die CDU Stadtratsfraktion noch nicht eingesehen, dass diese Vorgehensweise gegen Andersdenkende nicht rein rechtlich, sondern politisch motiviert ist. “Dass freie Meinungsäußerung und Bürgerrechte insgesamt ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens ist, erscheint der CDU fern zu liegen, wir wünschen uns von der CDU ein höheres Demokratieverständnis”, so Stadtrat McCabe.

Am 30.03.2009 wird es hier in Freiburg einen großen Protest gegen die NATO und ihre Kriegspolitik geben. Wir wünschen uns, dass diese Meinung laut und deutlich in die Öffentlichkeit getragen wird und nicht staatlicher Repression zum Opfer fällt.

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NATO-Gipfel und Meinungsfreiheit in Freiburg

Die Grüne Alternative Freiburg nimmt Stellung zur Antwort von der Stadt Freiburg bezüglich des Nato-Gipfels. Die Stadt Freiburg ist durch das Amt für Öffentlich Ordnung zuständig für alle Arten von Demonstrationen oder sonstige Meinungsäußerungen im Stadtgebiet.

„Unsere Vorstellung von einer demokratischen Gesellschaft ist, dass es möglich sein sollte, seine Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten, ohne Einschränkungen oder Behinderungen“, stellt McCabe fest.

Viele FreiburgerInnen haben eine kritische Meinung gegenüber der NATO und sehen die Möglichkeit, dass diese ihr 60-jähriges Bestehen direkt vor unserer Haustür feiert als eine Gelegenheit, ihre Ablehnung zu zeigen. Deswegen ist eine Demonstration für den 30. März um 18:00 Uhr am Bertoldsbrunnen angekündigt.

„Wir machen uns erhebliche Sorgen um die Bürgerrechte in Freiburg und der Rolle, die hierbei unser Amt für Öffentliche Ordnung spielt“, bemerkt Stein. Im Dezember hatte das Amt für Öffentliche Ordnung ein Demonstrationsverbot für die Innenstadt erteilt. In der Begründung fanden sich zum wiederholten Male Argumente (z.B Scheibenbrüche bei der VAG), die schon bei früheren Anfragen als Unwahrheiten aufgeklärt worden waren. Die Antwort vom Ersten Bürgermeister Neideck bezüglich der angekündigten Demonstration lautet;

„Die Polizeidirektion Freiburg wird sich personell auf diese Aktion einstellen und hat bereits vor geraumer Zeit ein Signal in die Szene abgesetzt, um eine Kontaktperson zu bekommen. Bis heute ist noch keine Reaktion dazu erfolgt.“

Signale, die die Polizei in diese Richtung geschickt hatte, sind mehrere Ermittlungsverfahren, auch gegen die damaligen Kontaktpersonen. Es ist daher nicht unverständlich, dass die Reaktionen aus „der Szene“ ablehnende sind.

„Wir haben beobachtet, dass in Freiburg zunehmend die Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung eingeschränkt werden. Wir würden es begrüßen, wenn es eine offene Haltung gegenüber Demonstrationen gäbe. Hierbei spielt das Amt für Öffentlich Ordnung eine erhebliche Rolle“, konstatiert McCabe.

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Gericht: Polizei handelte rechtswidrig

Presseerklärung vom 23. Februar 2009

Gericht: Polizei handelte rechtswidrig

Zum Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg in dem Verfahren der
Stadträtin Monika Stein gegen die Polizeidirektion Freiburg

Die Festnahme der Stadträtin Monika Stein im Freiburger Stadtviertel „Im
Grün“ in der Nacht des 1. Mai letzten Jahres hat mit einem Urteil der 4.
Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg nun seine abschließende
Bewertung gefunden und die fiel zu Ungunsten der Polizei aus. Die
erkennungsdienstliche Behandlung und die Durchsuchung der Stadträtin
Monika Stein auf dem Polizeirevier Nord waren rechtswidrig.

Monika Stein, die sich mit der Klage auch gegen den negativen Eindruck
zur Wehr setzen wollte, den die Festnahme von ihr in der Öffentlichkeit
vermittelte: „Ich hätte erwartet, dass die Polizei nicht erst in der
Gerichtsverhandlung zugibt, dass gegen mich zu keinem Zeitpunkt
irgendein Verdacht bestanden hat. Dann wären mir Häme und
Vorverurteilungen erspart geblieben.“

Das Gericht hat zwar die Verbringung auf das Polizeirevier, die den
rechtswidrigen Maßnahmen vorausging, als noch gerade zulässig
eingestuft. Es glaubte damit der Polizei, dass diese befürchtete, die zu
diesem Zeitpunkt ruhige Situation werde eskalieren, wenn Dritte die
polizeiliche Maßnahme bemerken würden. Rechtsanwältin Anna Luczak, die
Monika Stein vor Gericht vertrat, dazu: „Es ist rechtlich sehr
zweifelhaft, dass Frau Stein nur wegen ihrer Anwesenheit vor Ort ihre
Personalien angeben und der Polizei aufs Revier folgen musste. Nach
eigenen Angaben hat die Polizei nur die Straße leeren wollen, um das
seit über drei Stunden brennende Feuer in Ruhe zu löschen – dazu hätte
sie aber einfach alle Anwesenden auffordern können, sich vom Feuer weg
zu begeben. Wir überlegen deshalb, gegen das Urteil Berufung einzulegen.“

Die schriftliche Urteilsbegründung enthält zahlreiche Hinweise an die
Polizei, wonach nur der Ausnahmefall des brennenden Feuers
rechtfertigte, dass die Klägerin überhaupt in das Blickfeld
polizeilicher Aufmerksamkeit geriet. Das Gericht hat in diesem Sinne
nicht nur unmissverständlich festgehalten, dass sich die damalige
Einschätzung der Lage aus heutiger Sicht anders darstellt, sondern auch
dass polizeiliches Vorgehen sich jederzeit an den gesetzlichen
Voraussetzungen zu orientieren hat. Deshalb war das Festhalten auf dem
Polizeirevier zur Durchführung der erkennungsdienstlichen Behandlung und
Durchsuchung nach Auffassung des Gerichts klar rechtswidrig.

Die Polizei muss aus alledem die richtigen Lehren ziehen und in Zukunft
mehr Augenmaß beweisen. „Nach den aktuellen Vorgängen um drei
festgenommene Studierende, die sich auf dem Polizeirevier nackt
ausziehen mussten, ist klar, dass Öffentlichkeit und Politik ein
besonders waches Auge auf die Polizei richten müssen“, so Stadträtin
Stein. Rechtsanwältin Luczak: „Die nächste Bewährungsprobe der Polizei
werden ohne Zweifel die Proteste gegen das Nato-Treffen in Straßburg und
Kehl am 3. und 4. April 2009 sein. Hier kann die Polizei Freiburg
beweisen, dass sie rechtsstaatlich handeln kann und nicht ohne jede
rechtliche Grundlage Leute mit polizeilichen Maßnahmen überzieht.“

Dr. Anna Luczak
Rechtsanwältin

Monika Stein
Stadträtin Grüne Alternative Freiburg

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Nato feiert sich selbst

Am 3. und 4. April 2009 finden in Baden-Baden, Kehl und Straßburg die Feiern anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Militärbündnisses NATO statt. Diese Feiern sind zwar keine kommunalpolitischen Ereignisse, trotzdem finden wir es wichtig, dass die Stadt Freiburg – als grün regierte Stadt, die sich als „Green City“ profiliert – zu diesem Thema Stellung bezieht. Die NATO wird dazu eingesetzt, eine Politik der Spaltung zu betreiben. Sie ist das Instrument einer Politik, die Waffen wichtiger findet als einen anständigen Lebensstandard im Frieden.

Die NATO-Feier betrifft Freiburg aber auch deshalb besonders, da hier nicht nur das Hauptquartier für die Polizeikräfte ist, sondern auch einer der Sammelpunkte von DemonstrantInnen. In einem Brief an den Oberbürgermeister haben wir deshalb angefragt, ob seitens der Stadt bereits Kontakt zu den verschiedenen Gruppen aufgenommen wurde und wesentliche Punkte, z.B. die Unterbringung von DemonstrantInnen betreffend oder bezüglich Meinungsäußerungen im Rahmen dieser Veranstaltung, bereits abgeklärt wurden.

Aus unserer Sicht wäre es auch wünschenswert, wenn die Stadt selbst eine Veranstaltungsreihe anbieten würde, in deren Rahmen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema NATO möglich ist.

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NATO : Brief an OB

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 3. und 4. April 2009 finden in Baden-Baden, Kehl und Straßburg die Feiern anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Militärbündnisses NATO statt. Diese Feiern sind zwar keine kommunalpolitischen Ereignisse, trotzdem finden wir es wichtig, dass die Stadt Freiburg zu diesem Thema Stellung bezieht, zumal sich die Feierlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft ereignen werden.

Freiburg wird von Ihnen, einem grünen Oberbürgermeister, regiert und profiliert sich als „Green City“. Da die Friedensbewegung eine der Säulen Grüner Politik ist, ergibt sich hier eine ganz besondere Verantwortung und trotzdem sich die Prioritätensetzung von Bündnis 90/Die Grünen über die Jahre verändert hat, nimmt Grüne Politik eine besondere Stellung gegenüber dem Militarismus ein.

Die NATO-Feier betrifft Freiburg besonders, da hier nicht nur das Hauptquartier für die Polizeikräfte ist, sondern auch einer der Sammelpunkte von DemonstrantInnen. Wir würden gerne von Ihnen wissen, ob seitens der Stadt bereits Kontakt zu den verschiedenen Gruppen aufgenommen wurde und/oder wesentliche Punkte, z.B. die Unterbringung von DemonstrantInnen betreffend oder bezüglich Meinungsäußerungen im Rahmen dieser Veranstaltung, bereits abgeklärt wurden.

Es wäre aus unserer Sicht auch wünschenswert, wenn die Stadt selbst eine Veranstaltungsreihe anbieten würde, in deren Rahmen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema NATO möglich ist. Wir bitten Sie um eine baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen GAF

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