oder was alles im Begriff grün steckt
Die beiden Freiburger StadträtInnen Monika Stein und Coinneach McCabe arbeiten weiter unter dem Namen Grüne Alternative Freiburg . „Wir finden, dass dies der Name ist, der uns und unsere Politik am besten beschreibt“, so Stadtrat McCabe.
Nachdem der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen angekündigt hat, eine juristische Klage wegen der Nutzung des Etiketts „grün“ in Erwägung zu ziehen, nehmen die beiden StadträtInnen noch einmal genauer Stellung zur Bedeutung dieses Begriffs. „In erster Linie geht es uns dabei um den Inhalt und nicht um ein Etikett. Für uns steht das menschliche Wohlergehen mit Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität im Vordergrund. Dass der Mensch auch Teil der Natur ist, ist für uns selbstverständlich – und damit auch, dass das menschliche Wohlergehen und die Umwelt nicht getrennt voneinander zu denken sind“, so erläutern die beiden StadträtInnen der Grünen Alternative Freiburg.
Stadträtin Stein ergänzt: „Wir verstehen unter grüner Politik die Verbindung von Ökologie, Selbstbestimmung, lebendiger Demokratie und Gerechtigkeit. Wir wollen unsere MitbürgerInnen zu Mitbestimmung und einem kritischen Bewusstsein aufrufen, Bürgerrechte durchsetzen und ein konstruktives demokratisches Miteinander ermöglichen.“
„Das ist für uns grün und wer dazu steht ist grün. Wir betreiben nach wie vor grüne Politik. Und darunter verstehen wir ein sehr breites Feld“, sagt McCabe. Er führt weiter aus: „Es ist seltsam, dass einige jetzt behaupten, ein Monopol auf diesen Begriff zu haben.“
Die unterschiedlichen Vorstellungen gegenüber der anderen grünen Fraktion hat die Grüne Alternative Freiburg bereits mehrfach öffentlich erläutert.
Bezogen auf die Pressemitteilungen des Kreisverbandes sagt Stein: „Falls der Vorstand des Freiburger Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen den Anspruch erhebt, dass durch die Fraktionsgemeinschaft Junges Freiburg/Die Grünen alle Aspekte grüner Politik in Freiburg abgedeckt werden, dann haben sie die Vielfältigkeit des Freiburger grün alternativen Spektrums in all seinen Formen und Facetten unterschätzt.“
McCabe konstatiert abschließend: „Für uns steht grüne Politik für eine selbstkritische Reflektion der eigenen Politik. Leider können wir bei der Fraktionsgemeinschaft Junges Freiburg/Die Grünen eine solche Reflektion trotz der ausführlichen Begründung unseres Fraktionsaustritts nicht erkennen. Dennoch und gerade deshalb bleiben wir in guten wie auch in schlechten Zeiten grün und alternativ.“